Montag, 19. November 2012

DIY Wochenrückblick KW 46


[SelbstGEKOCHT] Rigatoni mit Tomaten in Kräuterfrischkäsesoße, Scharf gebackener Kürbis Ja, schon wieder! Eines meiner Lieblingsgerichte zur Zeit, ebenso wie: ; Wurzelgemüse aus dem Ofen, Kartoffel-Gemüsesuppe mit Oliven, Kumpirkartoffeln mit Steakstreifen


 
[SelbstGENÄHT] Shirts und Bodys


[SelbstGEÄRGERT] Über mich.


 [SelbstGESTRICKT] Tag und Nacht hab ich mich an meinem ersten Pullover versucht. ;-)



[SelbstGEPLANT] Neues zu probieren.


Auf einem bekannten Blog hab ich vor kurzem gelesen "Wenns im Blog ruhig ist, tobt das Leben!" So auch hier im Moment. Entscheidungen stehen an. Beruflich haben sich Chancen ergeben nach denen ich eigentlich gar nicht gesucht habe, aber sollte man die nicht ergreifen? Nur bringen Chancen auch immer Veränderungen und Pflichten mit sich, bin ich bereit dafür mit meinem knappen Zeitfenster? Noch kann ich die Entscheidungen aber hinaus zögern und darf mich erst mal durchprobieren und darauf freue ich mich!
Private Entscheidungen dagegen lassen sich nicht aufschieben. Morgen ist die erste große fällig, vielleicht kann ich die Entgültigkeit noch ein paar Tage hinaus zögern. Aber macht das Sinn?
Frau Müller ist krank. Klein, zitronengelb und 27 g "leicht". Vielleicht mag es manchem lächerlich erscheinen, aber wenn eins meiner Tiere krank ist, bin ich es auch. 1 1/2 Stunden hat es mich heut morgen gekostet Frau Müller zum Gang zum Tierarzt zu "überreden". Beim bergen des Keschers aus dem Keller bin ich selbst noch gestürzt und habe mir heftige Prellungen zugezogen. Letztendlich habe ich  mir einen Kescher aus einem Kinderspiel gebastelt (mit dem fängt man eigentlich Schmetterlinge die aus einem Elefantenrüssel fliegen.) Ich bin einfach ein nervliches Frack in solchen Situationen und völlig fertig bin ich endlich zum Termin in der Vogelklinik angekommen. Frau Müller ließ ein Beinchen schlaff herunterhängen also musste eine Fraktur oder eine ausgekugelte Hüfte ausgeschlossen werden. Fast hätten wir sie unter Narkose setzen müssen, weil sie einfach nicht geröntgt werden wollte. Ohne Befund, aber sie hat eine richtige Sanduhrfigur und ist ganz schön mager. Auch die Kotprobe war in Ordnung. Morgen bekommt sie dann Kontrastmittel gespritzt und es wird ein Ultraschall gemacht. Ich habe mich entschlossen sie so lange dort im "Vogelkrankenhaus" zu lassen. Die Vögel haben es echt gut da, das kenn ich noch aus meiner Studienzeit. Ich weiß von ihrer behandelnden Ärztin das sie heut Abend recht gut drauf war, Krach gemacht hat und gut gefressen hat, aber so ein "Aufblühen" kurz vorm Ende ist doch typisch! Wie ein Damoklesschwert schwebt es die ganze Zeit über mir, "etwas neoplastisches". Ich hatte gehofft die Kleine hätte sich nur ein Bein gebrochen, aber etwas Großes drückt wohl auf die Nerven. Der Vogel ist 6 Jahre alt, ich habe die meißten meiner Wellis mit 6 Jahren an Tumore verloren. Das ist ein Kampf den man nicht gewinnen kann, nicht bei einem so kleinen zarten Wesen. Und wie verhält man sich da als Besitzer richtig? Ich habe gestern schon zu hören bekommen bei den Kosten kann man sie einschläfern lassen und eine neue Wellihenne kaufen. Die gibts für 17 Euro im Laden. Ja wird denn Leben heute nur noch in Münzen gemessen? Wie schrecklich ist das denn?
Zu allem Übel hab ich Frau Müller auch noch geschenkt bekommen, dann hat sie ja quasi gar kein "Gesundheitsbudget"!
Wenn man sich ein Tier anschafft, muss man bereit sein auch die Kosten dafür zu tragen und die beinhalten eben nicht nur Futter und Unterbringung, sondern auch Tierarzt. Und die können eben schnell in den dreistelligen Bereich ausufern. Man übernimmt Verantwortungn für ein Leben! Wer sich das nicht leisten kann, kann sich eben kein Tier halten! Es ist doch vollkommen egal wie klein oder groß dieses Geschöpf ist oder wie teuer es war. Es ist Leben! Das gilt es zu erhalten und zu schützen! Ich hadere immer wieder mit diesem Punkt. Ich habe früher hier etliche Tiere erlebt die allein aus Kostengründen eingeschläfert wurden. Beliebtes Beispiel Hüft-OP´s bei Hunden. Dabei ist das doch keine Sache an der man stirbt!
Wie handle ich aber nun bei Frau Müller richtig? Das ist jedes Mal die Gewissensfrage. Die ganzen Untersuchungen stecken die Kleinen besser weg als man denkt, aber wann ist der Zeitpunkt gekommen an dem man sie erlösen sollte? Wann ist das Leben nicht mehr lebenswert? Diese Entscheidung nimmt einem niemand ab, die muß man ganz allein für sein Tier treffen und irgendwie fühlt man sich immer schlecht dabei, egal wann sie fällt...

Schwere Kost heute, aber das beschäftigt mich. Mir geht es grad nicht gut und in solchen Situtionen komm ich immer wieder ins Grübeln. Gern schiebe ich solche Gedanken von mir weg aber heute Nacht werden sie mich wohl begleiten.



Kommentare:

  1. Oh Mann, mir wird gerade ganz schwer im Herz :(
    Ich versteh dlch, ich finde es auch schlimm Leben in euromünzen unturechnen.
    Als unser Kater zu Neujahr beinahe an Nierenversagen starb und eine Woche in der Tierklinik war, habe ich so oft gehört, dass er nur ein Tier ist und "das Geld nicht Wert"...
    Was sind wir nur für eine Gesellschaft in der so mit Tieren umgegangen wird? Haustiere wollen alle, aber sobald was nicht passt nicht mehr?

    Ich wünsche Frau Müller das Beste - manchmal geschehen doch noch Wunder.


    Liebe Grüße
    Verena

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    1. Vielen Dank für Deine Worte! Und fürs durchlesen! ;-)
      Schön zu sehen das es noch Menschen gibt die auch so denken!

      LG

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