Montag, 5. November 2012

DIY Wochenrückblick KW 44



[SelbstGEKOCHT] Bratklops in Tomatensoße (von Oma), Hühnertopf mit Gartengemüse, Erbsen-Steckrübeneintopf, Tofu-Bolognese
 
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Tofu gegessen/gekocht. Hm, so als Hackfleischersatz find ich es ok. Das Essen hat lecker geschmeckt, selbst dem Mann, der bisher nur unangenehme Tofubegegnungen hatte. Es hat geschmeckt weil eben der Rest geschmeckt hat, die Soße war sehr lecker. Nur ist die Frage, ist Tofu statt Hackfleich überhaupt sinnvoll? Kalorisch gesehen nimmt sich Tofu mit Putenhack nicht viel, um wirklich Kalorien zu sparen müsste man schon Soja-Granulat verwenden. Da das nach dem quellen hauptsächlich aus Wasser besteht, spart man da wirklich. Geschmacklich dürfte sich das mit Tofu nicht viel nehmen.
Sind jetzt aber Sojaprodukte überhaupt sinnvoll? Ich bin kein Vegetarier und erst recht kein Veganer und das werde ich auch nie werden. Dennoch ist mir die industrielle Massentierhaltung ein Dorn im Auge mit dem ich nicht leben kann. Fressen und gefressen werden, das halte ich für ein Gesetz der Natur, aber quälen und dann fressen möchte ich nicht. (Obwohl ich da anmerken muß das es auch Tiere gibt die ihre Beute quälen, mit ihr spielen, bevor sie sie fressen.) 
Ein Huhn das ein glückliches artgerechtes Leben hatte, könnte ich ohne schlechtes Gewissen essen, dafür bin ich auch bereit seltener Fleisch zu essen und mehr dafür zu bezahlen. Aber wo finde ich Fleisch dessen "Besitzer" es vorher gut hatte und der möglichst noch um die Ecke wohnte? "Bio" ist doch kein Garant für artgerechte Tierhaltung. Bio ist kein schlechter Ansatz, aber noch lange nicht die Lösung! Und Soja doch nicht wirklich ein Ersatz. Eine Monokultur für die in Brasilien Unmengen Regenwald gerotet werden, Lebensräume und Artenvielfalt vernichtet wird? Ganz zu schweigen von menschlichen Herrschaftsverhältnissen die sich daraus ergeben haben. Die ökologische Bilanz zur Veredelung der Sojaprodukte und der langen Transportwege kommt noch dazu.
Was also essen? Wohin soll die Reise gehen? Ich weiß es nicht. Ich bin verunsichert und habe für uns noch keine Lösung gefunden. Aber ich bin dran und probiere mich durch.

[SelbstGENÄHT] Querbeet so einiges.



[SelbstGEMACHT] Geknetet. Und die Jungs haben so tolle Dinos gemacht!





[SelbstGEÄRGERT] Mal wieder über Leute die tolle Sachen beim großen Auktionshaus einstellen und sie dann kurz vor Ablauf der Auktion als nicht verfügbar rausnehmen weil ich als einziger mit einem Euro dabei bin. Damit muß man nun mal rechnen oder gleich einen Mindestpreis ansetzen!


[SelbstGEPLANT] Wie ich am besten die Kommentare zur Verlosung ausklamüsere damit der kleine Glückskäfer seines Amtes walten kann. Also nur Geduld, ich bin dran! ;-) 

Kommentare:

  1. Hallo Mrs.Shiva,
    es ist gut, Gedanken zum Thema "Fleisch essen" zuzulassen, die wenigsten Menschen tun das.
    Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass auch ein Biohuhn im Großraumstall abgegriffen und zur Schlachtfabrik gebracht wird: im Angesicht des Mordes geht es allen Todeskandidaten gleich übel. Alle schreien in Todesangst und leiden Qual, nicht nur auf dem Transportweg. Die wenigsten kommen bei Hofschlachtung mit wenigstens einem Minimum an eventuellem Mitgefühl ums Leben.
    Ich wünsche dir weiterhin fröhliches experimentieren mit Sojaprodukten, noch besser - weil leckerer - finde ich Weizeneiweißprodukte. Viele tolle Sachen findest du bei Vegetarischen Produktseiten wie veganwonderland oder alles-vegetarisch.
    Alles Liebe von
    die morgenlandfahrende.blogspot

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  2. Ich bin auch eindeutig Fleischesser. Aber ich hab vergangene Woche Spagetti mit Grünkernsoße gekocht und das war wirklich lecker! So lecker, dass nicht mehr so oft Bolognesesoße kochen werde. LG, Simone

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  3. Christina aus Leipzig9. November 2012 um 10:30

    Hallo Miss Shiva,
    ich kann alle Deine Bedenken voll nachvollziehen. Ich habe meinen Fleischkonsum ebenfalls extrem reduziert, aber will nicht ganz darauf verzichten, weil ich bereits ohne Gluten auskommen muss. Seitan kommt für mich leider nicht in Frage. :(

    Das mit dem Soja ist m.E. ein "fleischbezogenes" Problem. Die riesigen Rodungen und Monokulturen gehen auf das Konto der Tierfütterungen zur Fleischproduktion, nicht auf das der Tofu/Sojaprodukte.

    Einen schönen Tag wünscht Dir
    Christina

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